Tips & Teile

Diese Seiten sollen euch einen kleinen Einblick in meine Reiseutensilien und meine verwendeten Zubehörteile an den Bikes geben. Ich trage hier immermal ein paar Dinge zusammen...

Harley Davidson FXDBI Dyna Street Bob

Wie wohl jeder Harley Treiber habe auch ich mein Bike immer mal wieder an meine Bedürfnisse angepasst. Über die Jahre hinweg habe ich die verschiedensten Konfigurationen ausprobiert, gewechselt und solange rumprobiert, bis die Maschiene wirklich für mich ideal da steht. Sicherlich ist auch das nicht der Endzustand, aber vorerst bleibt sie so. Hier mal ein paar Kleinigkeiten, welche geändert wurden:
  • Umbau der Räder auf 16" vorne und hinten mit der Bereifung der FatBob
  • Umlackierung Schwarz glänzend und Olivgrün
  • Kurzer Fender vo. und hi.
  • Apehanger
  • LePera Sitz
  • vorverlegte Fussrasten
  • TTS Mastertune und Arlen Ness Big Sucker Luftfilter
  • Progressive Suspension Stoßdämpfer und Gabelfedern
  • usw...

Des weiteren habe ich zusammen mit Jörg Middeendorf das Buch "The Bob Book - Und Keine Gleicht Der Anderen" (BCO Verlag, ISBN: 978-3942300049) herausgegeben. Leider ist die Auflage komplett vergriffen. Ihr könnt es ab und an bei Ebay oder Amazon gebraucht erstehen. 

Ein Buch von Bikern für Biker. Als 2005 die ersten Bilder der Harley Davidson Street Bob in die Presse kamen, war sofort klar: Hier wurde ein Klassiker geboren. Mit dem Jahr 2010 sind wir im fünften Modelljahr angekommen. Ein Grund zum Feiern, wie wir meinen. Daher hat das Street-Bob-Forum die besten Umbauten seiner Mitglieder ausgewählt und stellt sie, zusammen mit Bikes ausgewählter Customer , in diesem Buch vor.



Yamaha Xt660Z Tenere

Zugegeben, die Tenere ist für mich kein Traummotorrad, aber sie soll mich dort hin bringen, wo ein Weiterkommen mit der Harley nicht mehr möglich ist. Im Zuge meines geplanten Urlaubs 2014 habe ich folgende Teile für den kurzen Wüstentrip in Tunesien montiert:
  • Hepco Becker Sturzbügel
  • original Yamaha Motorschutzplatte
  • PUIG Tourenscheibe (höher als die Originalscheibe)
  • SW-Motech Lenkererhöhung 25mm
  • Off-The-Road Kofferträger
  • preiswerte Alukisten 30 Liter
  • Enduropack Gepäckbrücke
  • SW-Motech Quick Lock Tankring
  • Polo Tankrucksack "Genua" mit montiertem Quick Lock Adapterring
  • SW-Motech Hauptständer
  • Reifen Heidenau K60 Scout

Erfahrungen mit der Tenere nach ca. 7.000 gefahrenen Kilometern:

Nun, was soll ich sagen... Die kleine Reiseenduro ist definitv das Mittel der Wahl für den ausgedehnten Trip, ganz egal wohin die Reise geht. Sie fühlt sich auf Landstraßen sicherlich am wohlsten, aber auch kleinere Geländeetappen mit Gepäck sind machbar. Der Motor ist zwar kein Quell der Drehfreude, aber er tut unauffällig und zuverlässig seinen Dienst. Und das bei genügsamen Spritverbrauch. Auf meiner Tour konnte ich teilweise Verbräuche von unter 4l/100km erzielen. Bei schnelleren Autobahnetappen wirds allerdings etwas mehr. Jedoch nie merklich über 5l/100km. Der Satz klingt sicherlich abgedroschen, aber "mehr Motorrad braucht kein Mensch". Die Zuladung und der Komfort ist optimal für längere Reisen. Zusammen mit dem großen 23l Tank und einer recht bequemen Sitzbank lässt sichs den ganzen Tag aushalten. Alles in allem hat Yamaha mit der XT660Z endlich mal wieder bewiesen, das es nicht immer eine überteuerte Großenduro mit allem möglichen Elektronikkram braucht um die Welt kennenzulernen. Das Motto "Gute alte Werte sind zurück" ist definitiv Programm. Warum sich andere Hersteller nicht zu solchen bezahlbaren Bikes durchringen bleibt mir ein Rätsel. Mein persönliches Motto: warum soll ich das doppelte investieren - das gesparte Geld investiere ich lieber in die Reise selbst. Und sind wir mal ehrlich: es sind viele viele tausend Euro die zwischen einer kleinen und großen Tenere liegen. Es kann sich jeder selbst ausrechnen, wie viele Reisen, wie viele Länder und wie viele tolle Abenteuer man mit diesem Betrag erleben kann, oder?

Das hohe Windschild ist perfekt (zumindest bei meinen 187cm Korpergröße) und hält den Fahrtwind zuverlässig ab. Allerdings empfiehlt sich eines ohne bzw. mit nur leichter Tönung. Das dunkel getönte PUIG Schild verhindert den "Durchblick" direkt vors Bike.

Die verbaute Lenkererhöhung ist sicherlich von der Körpergröße und den persönlichen Bedürfnissen abhängig. Sollte also jeder für sich selber entscheiden. Es entstehen minimal höhere Vibrationen am Lenker.

Der Sturzbügel und der Motorschutz ist sicherlich ebenso vom "Angstfaktor" eines jeden abhängig. Ich habe sie angebaut, bei einem Umfaller hat der Bügel sicherlich ein wenig geschützt. Aber im Sand ists weich... ;-)

Die Off-The-Road Kofferträger sind ne Wucht. Das simple Prinzip für die Befestigung der Koffer ist Tag für Tag eine Wohltat. Das System erhält von mir eine absolute Empfehlung. Warum sich andere (große) Hersteller wesentlich kompliziertere Techniken für die Kofferbefestigung ausdenken, erschließt sich mir nicht... Also, Daumen hoch für die OTR Träger! Als Aluboxen sind die Billigkisten durchaus gut geeignet. Die ganze Fuhre ist nicht breiter als der Lenker und gut zu händeln. Der ganze Anbau ist absolut bombenfest.

Ob man eine Gepäckbrücke braucht oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die zusätzlichen Zurrpunkte haben mir jedenfalls geholfen, mal schnell die Regenkombi o.ä. aufzuschnallen.

Der Polo Tankrucksack ist wohl zur Zeit der einzigste bezahlbare am Markt. Ich möchte mir aber mangels Erfahrung kein Urteil erlauben was andere, passgenaue Teile angeht. Der Polo Rucksack ist aber ausreichend für den täglichen Kleinkram. Ich habe einen QuickLock Verschluss montiert um beim Tanken dem Geraffel mit den Zurrriemen aus dem Weg zu gehen. Funktioniert halbwegs, allerdings hat Yamaha wahrscheinlich bei der Entwicklung einen Tankrucksack gar nicht vorgesehen ;-) Das Zündschloss sitzt ein wenig nah am Tankeinfüllstutzen und somit ist alles etwas fummelig. Geht aber. Auch das Kartenfach ist entgegen meinen Befürchtungen völlig ausreichend, groß genug und leicht zu befüllen.

Die Heidenau K60 Scout Reifen sind ebenfalls eine Empfehlung. Auf Asphalt hatte ich nie ein unsicheres Gefühl. In der 140er Dimension hat der Hinterreifen eine durchgehende Lauffläche. Das macht den Reifen komfortabel genug. Nach knapp 7.000km ist nur wenig Abrieb feststellbar, ich nehme an das die oftmals gelesenen 20.000km Laufleistung durchaus drin sind.

Es liest sich bis hierhin alles perfekt, wo sind denn die Nachteile, die Zipperlein, die Minuspunkte? Nun, wie soll ichs sagen... Ich möchte keinen Glaubenskrieg anzetteln. Die Tenere ist ein simples, einfaches, gut durchdachtes Mopped. Man findet diese Art von Reiseenduro bei keinem anderen Hersteller. Das macht sie so einzigartig. Jetzt kommt das ABER: nach nun mittlerweile 20 Jahren Motorraderfahrung mit den verschiedensten Bikes zieht es mich nachwievor auf meine Harley. Hier ist das Motorradfahren noch ursprünglicher, intensiver und gleichzeitig relaxter, einfach "näher an den Elementen". Ich möchte in keinster Weise der kleinen Tenere ihre Qualitäten absprechen, aber mein perönliches Erlebnis "Motorradfahren" ist wesentlich intensiver auf der Street Bob. Ich habe nun auch den Vergleich bei 2x fast der gleichen Reise nach Afrika. Einmal mit der HD und einmal mit der XTZ. Es ist bequemer, einfacher, trockener, leichter, praktischer usw. auf der Yamaha - aber die Street Bob vermittelt das ursprüngliche Motorradfahren. Man ist einfach noch puristischer unterwegs, sie öffnet noch mehr den Zugang zu den Menschen und ist, egal wo, immer Gesprächsstoff mit Einheimischen. Und das ist doch das, was wir Biker uns wünschen wenn wir ein fremdes Land bereisen, oder?

Inzwischen ist die Tenere wieder verkauft.