Tataouine

Die Nacht war stürmisch, aber wir haben gut und lange gemoselt. Am Morgen sind all unsere Sachen völlig versandet. Wir machen Frühstück und beladen die Moppeds. Getankt wird noch an einer vielen kleinen Fasstankstellen außerhalb der Oase. Wieder voll in Schräglage nehmen wir Kurs auf Matmata. Die Landschaft ist traumhaft hier oben im Gebirge. Wir legen zahlreiche Fotopausen ein und machen Mittag in der Höhlenstadt. Nach dem Besuch im letzten Jahr können wir uns einen Guide sparen und tippeln zwischen den Höhlenwohnungen umher. Das Hotel Sidi Dris, ehemals Star Wars Kulisse, wird gerade renoviert, deshalb sparen wir uns auch hier einen Besuch. Mehrer Busse mit Kindern aus Hammamet sind hier im Süden des Landes und bevölkern gerade den kleinen Ort. Den Kleinen scheint's zu gefallen, jedenfalls sind alle sehr ausgelassen und lachen. Sie dürfen alle mal Kamelreiten, sicherlich für sie auch ein Erlebnis.

Jetzt fängt es an richtig zu regnen. Schieße. Leider vermiest uns das Wetter die sonst so geniale Aussicht auf die Bergwelt des Dahar. Ksar Hallouf und Ksar Haddada stehen auf dem Programm. Speicherburgen wie aus einer anderen Welt. Sie werden heute nicht mehr genutzt. Im Ksar Haddada kann man einen der alten Speicher als Zimmer beziehen, ein Hotel hat sich hier breit gemacht. Sicherlich eine gute Alternative für einen Zwischenaufenthalt.

Die Bergdörfer Gourmessa und Chenini sind definitiv einen Besuch wert, allerdings haben wir bei dem Wetter keinen bock auf die Berge zu kraxeln. Der Regen überrascht uns erneut. Und das in Afrika... Zuerst der Sandsturm, jetzt Regengüsse. Och Mann...

In Tataouine halten wir Ausschau nach einem Hotel. Schnell werden wir mitten im Zentrum fündig. Abdulla und sein Hotel "Matus" heißen uns willkommen. Von außen unscheinbar, aber im Inneren ist Abdulla gerade liebevoll dabei, das Hotel zu restaurieren. Kleine Details gefallen uns und vor allem ist es ordentlich sauber hier. Der Preis ist ebenfalls in Ordnung. Für nen 5er pro Person bekommen wir ruckzuck 3 Betten in ein frisch geputztes Zimmer gestellt. Aber wohin mit den Moppeds? Hier in der Innenstadt gibt es nichtmal Platz für ein Fahrrad, so eng und zugebaut ist alles. Aber unser Hotelier hat eine Idee: kurzum hat er auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Maurer eines neuen Klamottengeschäfts davon überzeugt, das 3 Motorräder in so nem Laden auch gut aussehen. Schwuppdiwupp stehen die 3 Mädels drinnen und wir können beruhigt an der Hofeinfahrt eines etwas "besseren" Hotels ne Palette Celtia-Bier abgreifen. Bei Abdulla auf dem Balkon lassen wir die Beine baumeln und denken zurück an einen schönen Tag.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für deine Nachricht.