Cap Bon


Wir waren ganz artig und sind früh ins Bett. Gut ausgeschlafen satteln wir schon vor dem Frühstück auf und holen unsere große Runde über Cap Bon nach.

Schon vor weiten kann man die Festung von Kilbia sehen. Sie thront über dem Hafen der Stadt auf einem Hügel. Die Außenmauern sind sehr gut erhalten, wir machen einen Rundgang auf ihnen entlang. Von hier aus ist bei gutem Wetter Sizilien zu sehen. Wohlgemerkt bei gutem Wetter. Aber wir drei und gutes Wetter? Pfffft... ;-) Es ist zwar recht heiß, aber etwas bedeckt. Außerdem ist es recht diesig und wir sehen Sizilien natürlich nicht...

Weiter geht's ans Cap. Dort erwartet uns komplett anderes Wetter. Ein mächtiger Wind bläst hier oben, wir können uns kaum auf den Motorrädern halten. Man kann leider nicht bis zum Leuchtturm vorfahren, an einer Militärstation endet die Straße. Nach einen kurzen Plausch mit den Soldaten drehen wir um und schauen uns gleich um die Ecke die römischen Grotten an. Schon für Karthago und später für El Jem wurden hier Steine aus der Felsküste gehauen und mit Schiffen abtransportiert.

An der Küste entlang schlängelt sich eine Schöne Straße, diese wollen wir in Richtung Tunis nehmen. Allerdings ist sie schon nach ein paar km wegen einem Felssturz gesperrt. Aber man kann noch bis zu den heißen Quellen von Korbous fahren. Hier kommt mindestens 50 Grad heißes Wasser aus der Erde und fällt über einen kleinen Wasserfall ins Meer. Man badet hier und nutzt in der Gegend die heißen Quellen für Heilbehandlungen.

Noch einmal gibt es frischen Fisch aus dem Meer und wir erreichen frühzeitig den Fährhafen von La Goulette. Ein paar Italiener mit ihren Bikes in bester Ausstattung und mit wenig Gepäck berichten uns hier von ihrem Ausflug. Auch ihnen ging es nicht viel anders, im Süden des Landes war auf den versandeten Pisten kein Vorankommen mehr. Jungs, falls ihr das lest: wir wünschen euch auf diesem Wege ebenfalls nochmal alles Gute für euren verunfallten Freund!

Nach einem Papiermarathon kommt natürlich das, was kommen musste: Wir verlassen Afrika in strömenden Regen. Mann o mann. Was für ein Wetterchaos. Bei uns zu Hause werden 30 Grad und Sonnenschein berichtet. Verrückt.

Aber trotz allem hatten wir eine gute Zeit hier in Tunesien. Wir nehmen wieder viele Eindrücke mit nach Hause. Wann erlebt man schonmal einen Sandsturm? Oder Regentropfen in der Sahara? Oder übernachtet mitten in den Dünen der Wüste? Wir haben auch viele neue Bekanntschaften geschlossen. In erster Linie denke ich da an all Jene, die unsere Aufenthalte so angenehm wie möglich gemacht haben. Auf alle Fälle grüßen wir von dieser Stelle nochmal Faouzie aus Tozeur. Ich denke der Abend bei euch wird uns in bester Erinnerung bleiben.

Also, Tunesien, machs gut. Ab geht's nach Hause. Aber vorher gibt's noch eine Woche "Sonderurlaub" mit meinen Freunden und wir treffen uns zur Clubtour schon bald in Italien. Jungs, ich freu mich schon!

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